Das Projekt

Warum sind Frauen bis heute in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert?

Die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg Gisela Erler und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg wollen dieser Frage nachgehen. Wir wollen Frauen, die sich seit 1919 in der Kommunalpolitik behaupten, vorstellen und ein Gesamtbild aus Chancen, Hinderungsgründen und gesellschaftlichen Veränderungen zeichnen. Dass es auf die Frage „Warum engagieren sich Frauen und warum nicht?“ nicht nur eine, sondern viele Antworten gibt, interessiert uns.

Welche Strukturen stehen Frauen in der Kommunalpolitik im Weg?
Welche Antworten haben sie darauf gefunden?

 

Landesweit gibt es zahlreiche politische Akteurinnen und Akteure, Historikerinnen und Historiker, außerparlamentarischen Gruppen und Interessensgemeinschaften, die sich mit dem Thema der Geschlechtergerechtigkeit in der Politik beschäftigen. Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie einbeziehen. Die persönliche Perspektive durch Interviews, Bild- und Tonmaterial ist uns wichtig. Unser Sammlungsprojekt soll so viele Stimmen wie möglich einfangen und langfristig als Plattform einen vielschichtigen Blick auf die Repräsentation von Frauen in der Kommunalpolitik in Baden-Württemberg ermöglichen.

Frauen in der Kommunalpolitik – damals und heute

Politische Repräsentation von Frauen in der Gemeinde

Am 12. November 1918 verkündete der Rat der Volksbeauftragten, dass von nun an zu allen Wahlen Männer und Frauen gleichermaßen zugelassen sind. Damit wurde eingelöst, wofür Frauenwahlrechtsaktivist*innen über Jahrzehnte gekämpft hatten. Die Länder des Reichs zogen nach: Auch in Württemberg und Baden sollten Frauen bei der neuen Verfassung mitbestimmen dürfen. Am 5. Januar 1919 wählten in Baden Frauen und Männer gemeinsam die Vertreter*innen der Badischen Constituante, der verfassunggebenden Versammlung. Am 12. Januar folgten die Wahlen in Württemberg und am 19. Januar die Wahlen auf Reichsebene. Aber Frauen übten auch ihr passives Wahlrecht aus: in Baden zogen 11 Frauen (10,2%) ins Parlament ein, in Württemberg 13 Frauen (8,6%).

Was bedeutet dieser Schritt für die politische Repräsentation von Frauen in der Kommunalpolitik?

In den Landtagen Badens und Württembergs wurde auch vor 1918 immer wieder die Frage diskutiert, ob Frauen nicht an der Gemeindeverwaltung beteiligt werden sollten. Angestoßen von den Frauen selbst: Mit Petitionen und öffentlichen Versammlungen verschafften sie sich Gehör und brachten ihre Forderung nach politischer Beteiligung auf die Tagesordnung. Als in Baden 1910 die Gemeindeordnung erneuert wurde, übten die Frauenwahlrechtsvereine mit ihrem Aktivismus so viel Druck aus, dass in der Gemeindeordnung die Beteiligung von Frauen in manchen Kommissionen gesetzlich festgeschrieben wurde. „Es empfehle sich,“ argumentierte der Landtag, „in diesem Fall einen gesetzlichen Zwang auszuüben, denn man habe es hier mit Widerständen zu tun, die sich weniger aus dem Verstand als aus dem Gefühl herleiten und daher schwer zu bekämpfen seien.“[1] Mit dieser Regelung war Baden trotz allem noch weit davon entfernt, Frauen dieselben staatsbürgerlichen Rechte zuzugestehen, die Männer innehatten. Aber das Beispiel Baden verdeutlicht, wie dynamisch der Kampf um Mitbestimmung war.

Als 1918 auf Reichs- und Landesebene das Frauenwahlrecht eingeführt wurde, wurden die Gemeindeordnungen angepasst. Staatsbürger*innen „ohne Unterschied des Geschlechts“ – dieser Wortlaut findet sich sowohl in der badischen als auch der württembergischen Gemeindeordnung von 1919 – sind von nun an wahlberechtigt. Dass die Wahlbeteiligung unter den Frauen 1919 hoch ist, das ist statistisch bewiesen. Wie viele Frauen aber von ihrem passiven Wahlrecht Gebrauch machen, sich also zur Wahl stellen und gewählt werden, ist nur lückenhaft dokumentiert. Denn erst ab 1984 erhebt das Statistische Landesamt systematisch Daten über Frauen in den Gemeinderäten, Daten für die Zeit davor gibt es nur in vereinzelten Erhebungen oder lokalen Studien. Wir wissen, dass 1919 in Baden 14 Gemeinderätinnen gewählt werden[2]. Im Zeitraum von 1919 bis 1933 sind 71 Frauen in den Gemeinderäten Badens und Württembergs vertreten[3], die meisten davon in Stuttgart (elf Frauen), Ulm (sieben Frauen) und Karlsruhe (sechs Frauen). Die Gemeinderatswahlen 1946 wurden für Württemberg-Baden zwar ausführlich dokumentiert[4], aber in den Wahlergebnissen wird nicht nach Geschlecht unterschieden.[5] 1984 dokumentiert das Statistische Landesamt, dass 1 895 (9,5%) der baden-württembergischen Kommunalpolitiker*innen weiblich sind. 2019 sind in den Gemeinderäten des Landes 23,9% (4 490) Frauen vertreten und in 1101 Gemeinden des Landes gibt es 7 Oberbürgermeisterinnen und 76 Bürgermeisterinnen.

Wieviele Frauen haben sich seit 1919 zur Wahl gestellt, ohne gewählt zu werden? Das Statistische Landesamt erhebt diese Daten erst seit 1994[6], für die Zeit davor gibt es Beispiele: In Mannheim stehen 1919 mit Julie Bassermann und Marie Bernays zwei reichsweit bekannte Frauenrechtlerinnen auf den vorderen Plätzen der Deutschen liberalen Volkspartei, werden aber nicht gewählt.[7] In Weilimdorf bei Stuttgart stehen auf den Wahlvorschlägen der Sozialdemokraten und der bürgerlichen Vereinigung jeweils eine Frau, allerdings: Sie stehen auf dem vorletzten beziehungsweise letzten Platz und werden nicht gewählt.[8]

Warum und: Was tun?

Das Wahlrecht alleine führt nicht zu einer gleichberechtigten Teilhabe an der Politik, das wird nach 1919 schnell deutlich. Frauen, die sich in der Kommunalpolitik etablieren wollen, stoßen von Beginn an auf Widerstände. Deshalb entwickeln die Aktivist*innen neue Wege: Politische Strategien wie parteiinterne Quoten oder Frauenlisten[9] sollen die Chancen der Frauen erhöhen. Außerdem sollen Frauen die politische Arbeit lernen, und zwar auch heute noch: Mit Seminaren[10], Kampagnen[11] und Mentoring-Projekten[12] soll Frauen auch zur Kommunalwahl 2019 die Entscheidung für die Kandidatur erleichtert werden. Gleichzeitig arbeiten Initiativen wie der Landesfrauenrat[13] oder das Aktionsbündnis Parité[14] daran, eine Quote im Wahlrecht zu verankern.

In der Forschung sind sechs Thesen[15] etabliert, mit denen die (Nicht-)Repräsentanz von Frauen in der Politik erklärt wird. In diesen Thesen werden die verschiedenen Faktoren deutlich, die das Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik beeinflussen:

1. Sozialisationsthese: Frauen haben aufgrund ihrer traditionellen Rollenzuweisung ein geringes Interesse an Politik und haben ein zu geringes Selbstbewusstsein, um politische Ämter von sich aus anzustreben.

2. Abkömmlichkeitsthese: Die traditionelle geschlechtsspezifische Arbeitsteilung führt bei den Frauen zu einer Doppelbelastung durch Arbeit und Familie/Care-Arbeit. Als Folge haben Frauen oft keine Zeit für politische Ämter.

3. Sozialstrukturthese: Frauen sind seltener als Männer in beruflichen oder ehrenamtlichen Führungspositionen vertreten, die die Aussicht auf ein politisches Mandat erhöhen. Besonders im baden-württembergischen Gemeindewahlrecht spielt die persönliche Bekanntheit in der Kommune eine Rolle.

4. Diskriminierungsthese: Frauen werden in Parteien von Führungspositionen bewusst ausgeschlossen. Das „old-boys-network“ innerhalb der Parteien reproduziert sich selbst und fördert nur Männer.

5. Quotenthese: Je mehr Parteien mit Quotenregelung in Parlamenten vertreten sind, umso höher wird der Frauenanteil.

6. Wahlverhalten: In personenbezogenen Wahlen entscheiden sich Wähler*innen eher für Männer.

Die Publizistin Antje Schrupp macht als Grundproblem unserer parlamentarischen Demokratie aus, dass die politische Sphäre „von Männern für Männer entwickelt“[16] worden sei. Das führe neben schlechterer Wahlchancen auch dazu, „dass ihnen die Arbeit dort weniger Spaß macht und sie sich deshalb seltener zur Wahl stellen oder rascher wieder zurückziehen“[17]. Diese Aussage bestätigen Gemeinderätinnen, wenn sie die ritualisierten Routinen von Redebeiträgen im Gemeinderat als wenig zielführend empfinden und eine lösungsorientierte, sachliche Diskussion vermissen. Frauen müssen die Spielregeln, nach denen Politik funktioniert, lernen – oder auch nicht? Wäre es nicht, wie Schrupp fordert, „eigentlich notwendig, in einem neuen Prozess […] gemeinsam herauszufinden, wie ‚Demokratie‘ organisiert werden soll“[18]?


[1] Verhandlungen der zweiten Kammer 1909/10, 2. Beilagenheft, Beilage zum Protokoll der 87. Öffentlichen Sitzung der zweiten Kammer vom 31. Mai 1910, Nr.58a, S.753.

[2] Badisches Statistisches Landesamt, Über die Deutschen Nationalversammlungswahlen in Baden, die Badischen Gemeinde- Bezirksrats- und Kreisabgeordnetenwahlen und das Frauenwahlrecht. Karlsruhe 1921.

[3] 55 Frauen in Württemberg, 16 Frauen in Baden.

[4] Statistische Landesämter Stuttgart und Karlsruhe (Hrsg.), Wie wählte Württemberg-Baden? Die Ergebnisse der Wahlen des Jahres 1946. (Beiträge zur Statistik von Baden-Württemberg). Stuttgart 1947.

[5] Die Erhebung der Uni Stuttgart nennt 88 Gemeinderätinnen für den Zeitraum von 1945 bis zur Gründung des Südweststaates 1952.

[6] Inga Autzen, Endgültige Ergebnisse der Gemeinderats- und Kreistagswahlen 2014 in Baden-Württemberg, in: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg, 2014, S. 41–47. Zur Gemeinderatswahl 2019 werden darüberhinaus dazu Daten erhoben, bis zu welchem Platz auf den Wahllisten das Reißverschlussprinzip angewendet wird.

[7] Sylvia Schraut, Vom Wählen und Gewählt-Werden. Warum das Frauenwahlrecht schon vor 100 Jahren keine Garantie für erfolgreiche Frauenpolitik bot, in: Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg, 2019, S. 2–5.

[8] Bernhard Klar, Weil im Dorf 1918-1919. Krieg - Not - Revolution - Demokratie. (Weilimdorfer Heimatblatt, 41). Stuttgart 2019, S. 20–22.

[9] Seit der Stuttgarter Frauenliste 1931 treten in Baden und Württemberg immer wieder Frauenlisten zur Kommunalwahl an (Tübingen 1949, Offenburg 1959), vermehrt seit den 1990ern. 2014 haben sich in 24 Kommunen Frauenlisten zur Wahl gestellt.

[10] Bspw. der E-Learning-Kurs „Frauen verändern ihre Kommune“ der Landeszentrale für politische Bildung und der LAG Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Baden-Württemberg oder das Projekt „Macht fair teilen“ der Stadt Esslingen.

[11] vgl. die Veröffentlichungen des Landesfrauenrates zu den Kommunalwahlen, bspw. Sabine Zürn, Bestimmen Sie mit: mehr Frauen in die Kommunalpolitik! Kommunalwahlen Baden-Württemberg 2009. Informationen für kommunalpolitisch interessierte Frauen und Kandidatinnen für die Kommunalwahlen. Stuttgart 2007.

[12] Bspw. das Mentoring-Projekt der Landeszentrale für politische Bildung „TiP – Tandem in der Politik“.

[13] Landesfrauenrat Baden-Württemberg (Hrsg.), 20 Jahre Engagement für Parität in den Kommunalparlamenten. Stuttgart 2014.

[14] www.aktionsbuendnis-parite.de

[15] Elke Wiechmann/Lars Holtkamp/Sonja Schnittke, Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik. Berlin 2009, S. 9.

[16] Antje Schrupp, 10 Fragen und Antworten über Frauen und Politik, veröffentlicht am 29.6.2018 auf: https://antjeschrupp.com/2018/06/29/zehn-fragen-und-antworten-ueber-frauen-und-politik/ (2.4.2019).

[17] Ebd.

[18] Ebd.

Literatur

Petra Ahrens/Gabriele Abels/Agnes Blome, 100 Jahre Frauenwahlrecht - der unvollendete Weg zu geschlechtergerechter Repräsentation. Eine Einleitung, in: Femina Politica, 2018

Elisabeth Altmann-Gottheiner, Wie erlangen wir das Gemeindewahlrecht?, in: Die Frau 18, 1910, S. 98–106.

Elisabeth Altmann-Gottheiner (Hrsg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1912. Leipzig 1912

Jenny Apolant, Die Frau in der Gemeinde, in: Altmann-Gottheiner, Elisabeth (Hrsg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1912. Leipzig 1912, S. 101–111.

Jenny Apolant, Das kommunale Wahlrecht der Frauen in den deutschen Bundesstaaten. 1918. Leipzig

Susanne Asche (Hrsg.), Karlsruher Frauen. 1715 - 1945; eine Stadtgeschichte. (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, 15). Karlsruhe 1992

Inga Autzen, Endgültige Ergebnisse der Gemeinderats- und Kreistagswahlen 2014 in Baden-Württemberg, in: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg, 2014, S. 41–47.

Birgitta Bader-Zaar, Politische Rechte für Frauen vor der parlamentarischen Demokratisierung. Das kommunale und regionale Wahlrecht in Deutschland und Österreich im langen 19. Jahrhundert, in: Richter, Hedwig/Wolff, Kerstin (Hrsg.), Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa. Hamburg 2018, S. 77–98.

Badisches Statistisches Landesamt, Über die Deutschen Nationalversammlungswahlen in Baden, die Badischen Gemeinde- Bezirksrats- und Kreisabgeordnetenwahlen und das Frauenwahlrecht. 1921. Karlsruhe

Alice Bensheimer, Praktische Winke zum Abfassen von Petitionen, in: Altmann-Gottheiner, Elisabeth (Hrsg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1912. Leipzig 1912, S. 201–204.

Lore Blosser-Reisen, Die erste Frau im Nürtinger Gemeinderat. Paula Planck, in: Garski-Hoffmann, Petra/Blosser-Reisen, Lore (Hrsg.), Tagein - tagaus. Mädchenbildung und Frauenarbeit in Nürtingen; ein Projekt der Frauengeschichtswerkstatt der Volkshochschule Nürtingen. (Nürtinger Frauenspuren, 3) Nürtingen 2009, S. 52–63.

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Gisela Bock, 100 Jahre Frauenwahlrecht: Deutschland in transnationaler Perspektive, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 66, 2018, S. 395–412.

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Sylvia Schraut, Frau und Mann, Mann und Frau. Eine Geschlechtergeschichte des deutschen Südwestens (1789 - 1980). 1. Aufl. 2016. Stuttgart

Sylvia Schraut, Vom Wählen und Gewählt-Werden. Warum das Frauenwahlrecht schon vor 100 Jahren keine Garantie für erfolgreiche Frauenpolitik bot, in: Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg, 2019, S. 2–5.

Antje Schrupp, Zehn Fragen und Antworten über Frauen und Politik, 2018, antjeschrupp.com/2018/06/29/zehn-fragen-und-antworten-ueber-frauen-und-politik/.

Statistische Landesämter Stuttgart und Karlsruhe (Hrsg.), Wie wählte Württemberg-Baden? Die Ergebnisse der Wahlen des Jahres 1946. Stuttgart 1947

Rita Süssmuth, Schluss mit den Trippelschritten!, in: Rohner, Isabel/Beerheide, Rebecca (Hrsg.), 100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! … und weiter? Sulzbach/Taunus 2017, S. 19–28.

Margarete Treuge, Die Frau im Staat, in: Altmann-Gottheiner, Elisabeth (Hrsg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1912. Leipzig 1912, S. 111–120.

Martha Voß-Zietz, Die Frau im Parteileben, in: Altmann-Gottheiner, Elisabeth (Hrsg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1912. Leipzig 1912, S. 120–185.

Hermann Weber/Jörg Schadt, Politik für Mannheim. 100 Jahre SPD-Gemeinderatsfraktion. 1978. Mannheim

Maria Wetzel, Frankreich als Vorbild. Zu wenige Frauen - weniger Wahlkampferstattung, in: Stuttgarter Zeitung, 2018

Elke Wiechmann, Politische Repräsentanz und Geschlecht: Political Gender Gap, in: Kortendiek, Beate/Riegraf, Birgit/Sabisch, Katja (Hrsg.), Handbuch interdisziplinäre Geschlechterforschung. (Springer Reference SozialwissenschaftenVolume 65) Wiesbaden 2018

Elke Wiechmann/Lars Holtkamp, Politische Repräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik, in: Gender, 2011, S. 128–137.

Elke Wiechmann/Lars Holtkamp/Sonja Schnittke, Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik. 2009. Berlin

Kerstin Wolff, Ein Traditionsbruch? Warum sich die autonome Frauenbewegung als geschichtslos erlebte, in: Paulus, Julia/Wolff, Kerstin/Silies, Eva-Maria (Hrsg.), Zeitgeschichte als Geschlechtergeschichte. Neue Perspektiven auf die Bundesrepublik. Frankfurt am Main 2012, S. 257–275.

Kerstin Wolff, Noch einmal von vorn erzählt. Die Geschichte des Kampfes um das Frauenwahlrecht in Deutschland, in: Richter, Hedwig/Wolff, Kerstin (Hrsg.), Frauenwahlrecht. Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa. Hamburg 2018, S. 35–56.

Elisabeth Zellmer, Protestieren und Polarisieren: Frauenbewegung und Feminismus der 1970er Jahre in München, in: Paulus, Julia/Wolff, Kerstin/Silies, Eva-Maria (Hrsg.), Zeitgeschichte als Geschlechtergeschichte. Neue Perspektiven auf die Bundesrepublik. Frankfurt am Main 2012, S. 276–296.

Sabine Zürn, Bestimmen Sie mit: mehr Frauen in die Kommunalpolitik! Kommunalwahlen Baden-Württemberg 2009. Informationen für kommunalpolitisch interessierte Frauen und Kandidatinnen für die Kommunalwahlen. 2007. Stuttgart


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